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20.04.2016

Altheim-Heiligkreuztal

Die Flüchtlingsfrage entscheidet sich im ländlichen Raum: Nachhaltige Integration als gemeinsame Herausforderung von Kirche und Kommune

Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen kommt der nachhaltigen Integration von MigrantInnen in unserer Gesellschaft eine hohe Bedeutung zu. Ländliche Räume bieten vielfältige Voraussetzungen, damit sie gelingen kann: Die Überschaubarkeit einer Dorfgemeinschaft, das hohe Gemeinschaftsgefühl, die persönlichen und direkten Kontakte, das große Engagement der BürgerInnen und vieler ländlicher Akteure.

Aus der Zuwanderung können sich zudem auch Chancen für die ländlichen Gemeinden ergeben: Durch die (Um-)Nutzung von Leerständen, den Mehrbedarf an Daseinsvorsorge, an Infrastruktur, an Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, an Mobilitätsangeboten, durch die Qualifizierung zu Fachkräften und durch den Mehrwert der kulturellen Vielfalt.

Die Chancen können jedoch nur genutzt werden, wenn es gelingt, Integration und gesellschaftliche Teilhabe von MigrantInnen als gemeinsame Aufgabe zu begreifen und vor Ort ein Netzwerk zu knüpfen, in dem Kirche und Kommune, Wirtschaft, Vereine und Akteure der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.

Die Tagung möchte für dieses Miteinander motivieren, Impulse von politischen, kirchlichen und kommunalen ExpertInnen zur Diskussion stellen und mit unterschiedlichen Praxisbeispielen Möglichkeiten der Umsetzung aufzeigen.

Programm

09.30
Ankommen bei Kaffee und kleinem Snack
10.00
Begrüßung
Dr. Joachim Drumm, Diözese Rottenburg-Stuttgart
10.15
Herausforderungen und Chancen ländlicher Regionen bei der Integration von MigrantInnen –bundesweite Ansätze der ArgeLandentwicklung
Hartmut Alker, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
11.00
Pause
11.15
Kirchlicher Auftrag zur Integration im ländlichen Raum
Dr. Thomas Broch, Diözese Rottenburg-Stuttgart
11.45
Die Städte und Gemeinden als Anker einer gelingenden Integration
Steffen Jäger, Gemeindetag Baden-Württemberg
12.30
Mittagessen
ab 13.30
Marktplatz mit innovativen Projekten und Modellen sowie Finanzierungsmöglichkeiten
14.15
GelungeneBeispiele aus der Praxis, u. a.
„Coaching2gether“ im Landkreis Esslingen mit Anja Hennig
„Ankommen-Kennenlernen-Mitgestalten“ in Igersheim mit Swetlana Hein-Popow
„Conclusio“ mit Ingrid Engelhart & Johannes Brandl
Markt Wittislingen mit Ulrich Müller
15.15
Kaffee und Kuchen
15.45
Perspektivdialog
Steffen Jäger, Gemeindetag Baden-Württemberg
Matthäus Karrer, Bistum Rottenburg-Stuttgart
Swetlana Hein-Popow, Gemeinde Igersheim
Dr. Hussein Hamdan, Katholische Akademie Rottenburg-Stuttgart
Caritas Region Biberach-Saulgau
 
Moderation: Prof. Paul-Stefan Ross, Duale Hochschule Baden-Württemberg
16.45
Schlusswort
Steffen Jäger, Gemeindetag Baden-Württemberg
17.00
Ende der Tagung

Weitere Informationen und Downloads

Projekte und Beispiele

Im Projekt „Coaching2gether" des Fachdienstes Jugend, Bildung und Migration der Bruderhaus Diakonie
engagieren sich Ehrenamtliche als individuelle Lernbegleiter und unterstützen so den Übergang von der Schule in den Beruf.

Das Projekt „Ankommen-Kennenlernen-Mitgestalten" bringt Einheimische und Migranten zusammenn und eröffnet neue Möglichkeiten der Beteiligung am gesellschaftlichen Leben für Menschen aus anderen Sprach- und Kulturkreisen.

Conclusio" ist ein österreichischer ZEITBANK-Verein, in dessen Rahmen AsylbewerberInnen ehrenamtlich und gemeinwohlorientiert arbeiten. SPES arbeitet an der Übertragung dieses spezifischen ZEITBANK-Modells nach Baden-Württemberg.

Der Markt Wittislingen setzt seit Jahren auf eine selbsttragende Asyl- und Integrationsarbeit. Durch das fortschrittliche Campus-Modell, das sehr dynamisch angelegt ist, sehen wir die Möglichkeit die herrschenden Anforderungen zu bewältigen und daran zu wachsen. Nur die Qualität des Netzwerk Asyl
Wittislingen e. V. macht die Entwicklung der Integrationsarbeit überhaupt möglich.

Die ReferentInnen

Hartmut Alker ist Vorsitzender der Bund-Länder Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Landentwicklung (ArgeLandentwicklung), die sich in den vergangenen Monaten mit der nachhaltigen Integration von MigrantInnen in ländlichen Räumen beschäftigt hat. Er ist gleichzeitig Ministerialdirigent im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Dr. Thomas Broch ist vom Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Flüchtlingsbeauftragten benannt. Er bringt einen reichen Erfahrungsschatz aus der Caritasarbeit mit und unterstützt, fördert, koordiniert und vernetzt in der Flüchtlingsarbeit tätige Akteure.

Dr. Joachim Drumm beschäftigt sich mit zukunftsfähigen Konzepten des Lebens und Zusammenlebens. Er entwickelte mit seiner Hauptabteilung „Kirche und Gesellschaft“ den „K-Punkt Ländliche Entwicklung im Kloster Heiligkreuztal".

Dr. Hussein Hamdan arbeitet bei der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er berät Kommunen und kirchliche Einrichtungen zu Fragen des Zusammenlebens mit Muslimen.

Swetlana Hein-Popow hat selbst Migrationshintergrund und setzt sich in ihrer Gemeinde im „AK Miteinander in Igersheim" für eine gelingende Integration von MigrantInnen ein.

Steffen Jäger ist Beigeordneter des Gemeindetags Baden-Württemberg und entwickelt Gesamtkonzepte für die Flüchtlingshilfe und für die Integration von MigrantInnen in den Gemeinden.

Matthäus Karrer ist Leiter der Hauptabteilung Pastorale Konzeption der Diözese Rottenburg-Stuttgart und verantwortlich für den Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten".

Prof. Dr. Paul-Stefan Roß ist Leiter des Masterstudiengangs „Governance Sozialer Arbeit" an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, verantwortlich für die Fachberatung des Gemeindenetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement Baden-Württemberg und seit vielen Jahren mit Forschungsprojekten zu Integration und Inklusion betraut.

Organisatorische Hinweise

Tagungsort:

Kloster Heiligkreuztal, Am Münster 7, 88499 Altheim

Tagungsbeitrag:

30,00- € incl. Mittagessen, Kaffee und Kuchen

Veranstalter:             

K-Punkt Ländliche Entwicklung im Kloster Heiligkreuztal, emeindetag Baden-Württemberg, Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Verband Katholisches Landvolk

in Kooperation mit

Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Baden-Württemberg, Caritas-Region Biberach-Saulgau, Katholische Erwachsenenbildung, Dekanate Biberach und Saulgau e.V., Landfrauenvereinigung des Katholischen Deutschen Frauenbundes Rottenburg-Stuttgart, LEADER Aktionsgruppe Oberschwaben, „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, Dekanat Biberach, Katholische Landvolkbewegung Deutschland, SPES Zukunftsmodelle

Anmeldung

Anmeldung:

bis Freitag den 15.04.2016
an den K-Punkt Ländliche Entwicklung im Kloster Heiligkreuztal
Am Münster 11
88499 Altheim
mobil: 0160-95134348
email: karin.silbe@drs.de